Pilotmaßnahmen der Partnerstädte

Pilotmaßnahme Bautzen

Mit der Beauftragung einer Studie zum Leerstand in der Innenstadt möchte Bautzen Funktionsverlusten der Innenstadt vorbeugen. Speziell die Ausweitung des Online-Handels wirkt sich auf den innerstädtischen Einzelhandel aus. Die Studie soll Nutzungspotentiale herausarbeiten. Besonders im Fokus liegt dabei das Handwerk. Ein wichtiger Partner des Pilotprojektes hinsichtlich der Belange des Handwerks ist die ortsansässige Kreishandwerkerschaft. Es sollen neue Anziehungspunkte in der Stadt, Revitalisierungsangebote für leerstehende Geschäfte und Mitmachangebote für die Bevölkerung ausgelotet werden. Die Aufgabenstellung erarbeiten die Verantwortlichen für die Bereiche Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Stadtmarketing. Beauftragung, Erarbeitung und Fertigstellung der Studie erfolgen im Jahr 2019.

Basierend auf den Ergebnissen der im Pilotprojekt erstellten Studie wird im Nachgang eine Akquisekampagne zur gezielten Ansiedlung von Handwerkern in der Innenstadt durchgeführt. 

Pilotmaßnahme in Bolesławiec

Bolesławiec zählt traditionell zu den historischen Zentren der Keramikherstellung. Von den örtlichen Betrieben wird diese jahrhundertelange Tradition gepflegt, fortgesetzt und konsequent weiterentwickelt. "Keramik" bildet die Kernmarke der Stadt: "Bolesławiec – Stadt der Keramik". Sie wird bereits in die Planungen einer "Europäischen Keramikroute" (einer der Kulturstraßen des Europarats) einbezogen. Die Umsetzung des Projekts soll den Bürger-/innen des Fördergebiets sowie Gästen und Touristen das gemeinsame europäische Kulturerbe näher bringen, indem der Kulturtourismus im historischen Stadtkern gefördert wird. Im Ergebnis dieser Maßnahmen soll das Interesse in- und ausländischer Touristen an einem Besuch der Altstadt wachsen. Das Projekt bildet zugleich eine Fortsetzung der im Rahmen einer komplexen Revitalisierung der Altstadt ergriffenen Maßnahmen; sie soll mit einer Erweiterung des kulturellen Angebots sowie einer verbesserten Attraktivität dieses Stadtraums durch die Aufstellung künstlerischer Installationen hier im historischen Stadtkern, die zugleich eine künstlerische Erweiterung der hiesigen Traditionen des Keramikhandwerks bildet, für die Einwohner attraktiver gestaltet werden. Im Juni 2019 nehmen Einwohner von Bolesławiec sowie Gäste und Touristen an Kulturevents im Begleitprogramm der feierlichen Enthüllung kunstvoller Installationen aus Keramik in Form von Sesseln und Chaiselongues teil, die zuvor im Rahmen des Projekts auf dem Marktplatz aufgestellt wurden.

Pilotmaßnahme in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec

Görlitz ist seit Jahrzehnten ein beliebter Drehort für zahlreiche nationale und internationale Filmproduktionen und hat sich als Görliwood einen Namen gemacht. Hier entstanden u.a. die oscar-prämierten Werke "Der Vorleser", "Inglourious Basterds", "Grand Budapest Hotel" sowie Filme wie "In 80 Tagen um die Welt", "Die Bücherdiebin" und weitere. Zahlreiche Gäste kommen u.a. deswegen nach Görlitz. Jedoch ist das Erlebnisangebot vor Ort ist noch nicht ausreichend und muss ausgebaut werden.

Gleichzeitig steht Görlitz, ebenso wie andere Städte, vor der Herausforderung, dass es in der Innenstadt viel ungenutzten Leerstand gibt.

Im Rahmen der Pilotmaßnahme sollen beide Handlungsfelder miteinander verbunden werden: bislang ungenutzte Schaufenster in der Alt- und Innenstadt werden filmspezifisch gestaltet und somit zu sichtbaren Anlaufpunkten in Görliwood. Sie sollen lose mit Drehorten zu einem abwechslungsreichen Stadtrundgang verbunden werden. Gleichzeitig können so weitere Partner in der Stadt motiviert werden, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem Thema Görliwood eine sichtbare Präsenz zu geben.

Im Ergebnis wird der Erlebniswert Görliwood gesteigert (= die ganze Stadt ist Görliwood) und die Innenstadt erlebt eine Aufwertung durch kreative Nutzung des Leerstands. Gleichzeitig wird die Aufenthaltsdauer von Einheimischen und Touristen in der Innenstadt erhöht.

Pilotmaßnahme in Gryfów Śląski

1. Veröffentlichung einer Monographie über die Geschichte von Gryfów Śląsk

Veröffentlichung einer Monographie (Auflage: 1.000 Ex.) über die historischen Verdienste der jetzigen Einwohnergeneration der Stadt wie ebenso der vorherigen Generationen einschl. ihrer Übersetzung in das Deutsche.

Umsetzungszeitraum: 01.01.2019 bis 31.12.2019

2. Informationstafeln

Anfertigung von 7 Informationstafeln mit festen, unveränderbaren Texten sowie von 7 Vitrinen, die jeweils an den wichtigsten Baudenkmälern der Stadt aufgestellt werden. Die Informationstafeln enthalten Angaben zu den wichtigsten Eckdaten der Gebäude in polnischer, deutscher und englischer Sprache. In den Vitrinen werden wiederum Informationen über die wichtigsten Kulturveranstaltungen in der Stadt wie auch im gesamten Fördergebiet ausgehangen. Die graphische Gestaltung der Tafeln wird dem Marketingauftritt der Stadt entsprechend angepasst.

Umsetzungszeitraum: 01.01.2019 -31.12.2019

3. Geführte Stadttour

Eine geführte Thementour zu den ausgewiesenen Orten ergänzt dieses attraktive Angebot sowohl für die Einwohner der Stadt selbst wie auch für ihre in- und ausländischen Gäste und Touristen; es soll in den Veranstaltungskalender der Stadt aufgenommen werden.

Umsetzungszeitraum: 01.05.2020 - 31.08.2020

Pilotmaßnahme in Kamienna Góra

Im Rahmen der Pilotmaßnahme wird die Stadt Kamienna Góra eine Veranstaltungsreihe „Vier Marktzeiten“ durchführen. Die Aktivitäten knüpfen thematisch an bedeutende Feiertage in der jeweiligen Jahreszeit (Ostern, Johannisnacht, Andreasfest, Weihnachten) an. Im Programm der Veranstaltungsreihe befinden sich Konzerte, Jahrmärkte, Bildungs- und Geschichtsspiele, Stadtbesichtigungen, usw.

Am 29. März 2019 trafen sich Bewohner und Touristen auf dem Marktplatz von Kamienna Góra zur ersten der "vier Marktzeiten" im Jahr 2019. Auf dem Ostermarkt wurden Fleischprodukte, Käse, Honig, Kuchen, Brot, Textilien und vieles mehr verkauft, sowie ein Seniorenmarkt und Eiermal-Workshops abgehalten. Außerdem wurde das "Osterweib" gekürt, es gab Attraktionen für die Kleinsten, Konzerte mit Kindern und Jugendlichen aus Schulen und Kindergärten in Kamienna Góra, sowie professionelle Künstler, die den Versammelten traditionelle Volkslieder präsentierten.

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 "Auf dem Marktplatz" und "Traditionelle Brote" (Fotos: C Marcin Ryłko, REVIVAL IÖR Media)

Pilotmaßnahme in Lubawka

Den Auftakt zum Projekt bildet die Erstellung einer Angebotsanfrage mit der Zielsetzung, den potenziellen Auftragnehmer mit der Erstellung von Entwurfs- und Ausführungsunterlagen zu beauftragen, um drei der historischen Weberhäuser, auch die "Zwölf Apostel" genannt, in Chełmsko Śląskie zielgerichtet umzugestalten. Hierbei handelt es sich um eine touristische und kulturelle „Perle“ der Gemeinde, wohnten in diesen Häusern doch einst schlesische Weber, die mit ihren Erzeugnissen, vor allem aus Leinen gefertigte Kleidungsstücke, Scharen von Besuchers in die Gemeinde lockten. Heute befinden sich dort wieder Wohnräume, auch der Förderverein "Schlesische Weber" Chełmso Śląskie hat in den historischen Gemäuern seinen Sitz. Die Projektunterlagen dienen wiederum als Vorlage für eine zielgerichtete Umnutzung eines Teils der bisherigen Wohnflächen, wobei in diesen neuen Räumen ein Museum „Schlesische Weber“ eingerichtet sowie praktische Workshops angeboten werden sollen. Damit möchte die Gemeinde ihre Potenziale weiterentwickeln, um die alten Webertraditionen sowie in Vergessenheit geratene Handwerksberufe zu bewahren. Indem das gemeinsame historische und kulturelle Erbe der Grenzregion wieder stärker in das Bewusstsein der Bürger-/innen rückt, soll zugleich ein Beitrag zur Stärkung der regionalen Identität geleistet werden. Die Pilotmaßnahmen sollen im Dezember 2019 abgeschlossen werden. Von Januar bis Dezember 2019 werden Weberwerkstätten organisiert, deren Ergebnisse im Rahmen einer Abschlussveranstaltung vorgestellt werden. Anlässlich dieser Veranstaltung sollen Projektpartner, Gäste und Einwohner auf einen Rundgang durch die "Altstadt" von Chełmsko Śląskie eingeladen werden, bei dem ein zweisprachiger Stadtführer sie in die Geheimnisse der Stadtgeschichte einweiht. Das Event dient ebenso der Vorstellung der im Rahmen des Projekts angefertigten Informationstafeln.

Im Rahmen des Aktionstages soll anschließend im Jahre 2020 ein "Jahrmarkt des Schlesischen Weber" stattfinden. Einwohner der Gemeinde, Projektpartner und Touristen werden so die in den Ausstellungs- und Verkaufsständen auf dem Marktplatz in Chełmsko Śląskie angebotenen Waren und Erzeugnisse erwerben wie ebenso regionale Produkte verkosten können; darüber hinaus soll diese Veranstaltung von einem Fest mit entsprechenden regionalen Bezügen ergänzt werden, um somit die grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen den Partnerstädten insgesamt zu verbessern. Auf diese Art und Weise lernen die Besucher des Aktionstages in Chełmsko Śląskie das Angebot der Region besser kennen, wobei den Vertretern der Partnerstädte eigens ein Stand bereitgestellt wird, in dem sie ihre regionalen Produkte anbieten können, womit der Marktplatz wiederum für alle Besucher noch attraktiver (sowohl aus Perspektive des Wiedererkennungswerts wie auch als Imagegewinn für die Gemeinde im Allgemeinen) gestaltet werden soll.

Projektmotivation und -ziele:

  • Verbesserung der allgemeinen Geschichtskenntnisse wie ebenso vieler interessanter Spuren der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region anhand des Antrags der Gemeinde Lubawka unter besonderer Berücksichtigung von Chełmsko Śląskie, das als Wiege der Leinenindustrie in den Westsudeten gilt.
  • Darbieten der geographischen Lage der Gemeinde nicht nur als Touristenmagnet, sondern ebenso als Initiator neuer grenzübergreifender Vorhaben.
  • Unter Beweis soll gestellt werden, dass sich Stadt und Gemeinde im Rahmen der Zusammenarbeit dynamisch entwickeln, hier vor allem bezogen auf eine Erweiterung des Übernachtungs- und gastronomischen Angebots sowie begleitender Maßnahmen im Rahmen der Tourismusförderung einschl. der verkehrlichen Erreichbarkeit.
  • Darstellung des Potenzials von Stadt und Gemeinde sowie ihrer Natur- und Kulturräume einschl. Setzen von Anreizen für einen Besuch der Gemeinde auf interregionaler Ebene.

Pilotmaßnahme in Lubomierz

REVITALISIERUNG DES STADTPARKS IM STADTZENTRUM VON LUBOMIERZ

Die Gemeinde Lubomierz möchte im Zeitraum von April bis September 2019 Maßnahmen zur Revitalisierung des Stadtparks umsetzen, der sich südlich des Stadtzentrums vor der St. Maternus-Kiche erstreckt. Die Kirche wurde im Barock-Stil errichtet, und wie häufig im Falle von Gebäuden aus dieser Epoche bildet sie eine urbane Gestaltsachse, die hier von der Kirche bis zum Marktplatz verläuft. So ist es also sehr wichtig, diese Achse wieder deutlich hervorzuheben.

Da die hohen Bäume dem Park einen einzigartigen Charakter verleihen, sollen sie im Rahmen der Neugestaltung der Parkanlage erhalten bleiben. Im Rahmen der Revitalisierung des Parks sollen das Gelände wiederhergerichtet (u.a. die Parkwege wiedereingefasst), die Bepflanzung ergänzt sowie zusätzliche Parkbänke aufgestellt werden.

Im Rahmen der Revitalisierung des Parks soll der lokalen Bevölkerung Gelegenheit für eine stärkere Identifizierung mit der Stadt gegeben sowie ihre Lebensqualität verbessert werden. Zugleich soll die Attraktivität für Touristen erhöht werden. Derzeit widmet sich Lubomierz umfangreicher Maßnahmen zur Revitalisierung des historischen Stadtkerns, wobei die Revitalisierung des Parks diesen zielgerichteten Wandel des Stadtbilds ergänzt.

Pilotmaßnahme in Reichenbach OL.

Die Stadt Reichenbach möchte mit dem Projekt REVIVAL! Gestaltungselemente an dem historischen Marktplatz ergänzen und erneuern, um das Stadtbild attraktiver zu gestalten.

In der Nähe des Marktes, an der Via-Regia, befindet sich außerdem ein Veranstaltungshaus. Es steht für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung, besitzt jedoch keine Einrichtung zur kulinarischen Versorgung. Deshalb sollen im Rahmen des Projekts eine Teeküche und weitere kleine Ausgestaltungsgegenstände, wie Tische angeschafft werden.

Pilotmaßnahme in Żary

Celem projektu w Żarach jest w I etapie dostosowanie wieży wartowniczej będącej elementem średniowiecznej bramy do miasta do celów wystawienniczych. Konieczne jest zabezpieczenie wieży przed gołębiami, doprowadzenie energii elektrycznej, przygotowanie konstrukcji wystawowej. Przygotowana zostanie specjalna wystawa o fortyfikacjach żarskich w XVI w. , w postaci zrobionych kolorowych dużych rysunków. Wykonane zostaną stylizowane nowe wrota do wieży. Przedstawione zostanie na rysunkach życie mieszkańców i obrońców w tych fortyfikacjach w tamtych czasach. Dodatkowo przedstawione zostaną różne urządzenia oblężnicze oraz obronne z czasów średniowiecznych.

W 2019 r. zostanie przygotowana wieża do instalacji wystawy. Wystawa zostanie uroczyście otwarta. Planuje się, że nastąpi to w I półroczu 2020r., a jeśli się uda sprawy przyspieszyć to otwarcie nastąpi w IV kwartale 2020r. Klucze do pomieszczeń wystawy posiadać będzie Muzeum Regionalne mające siedzibę około 100 m od Wieży Wartowniczej.

W II etapie wraz z miastami partnerskimi z projektu zorganizowana zostanie impreza przedstawiająca dokonania partnerów, a także promująca starówkę żarska, w tym fortyfikacje miejskie.

Pilotmaßnahme in Zittau

In der Stadt Zittau gibt es trotz dem hohen Sanierungsstand einzelne Problemzonen im Historischen Stadtkern wie auch in den angrenzenden Stadtgebieten. Schwierige Standortverhältnisse, ungünstige Lagen, stark geschädigte Bausubstanz und ungeklärte Eigentumsverhältnisse tragen unter anderem dazu bei, dass es eine Vielzahl von ruinösen Eckgebäuden und Einzeldenkmälern sowie verwahrloste Grundstücks- und Freiflächen gibt. Knapp 20 Jahre nach dem Sanierungsboom in den 90er Jahren sind öffentliche Freiräume wie Spielplätze und Parkanlagen "in die Jahre gekommen" und bedürfen einer "Auffrischung". Starken Entwicklungsbedarf haben die z. T. unattraktiven Straßenräume sowie der ungeordnete ruhende Verkehr an vielen Stellen in der historischen Innenstadt. Die vorgenannten Probleme führen im Quartier Brunnenstraße - Innere Weberstraße – Poststraße – Grüner Ring zum dringenden Handlungsbedarf.

Mit der Erarbeitung einer städtebaulichen Studie zur Gestaltung des öffentlichen und privaten Raumes in dem genannten Quartier im Stadtkern wird eine konzeptionelle Grundlage entstehen, auf deren Basis im Kontext zu Denkmalpflege und demographischer Entwicklung eine Realisierung investiver Einzelmaßnahmen in den nächsten Jahren forciert werden soll. Mit der Umsetzung der einzelnen Bausteine erfolgt eine Attraktivitätssteigerung der Wohn-und Einkaufsinnenstadt mit dem übergeordneten Ziel, der Revitalisierung von Handel und Dienstleistung durch die Schaffung von Aufenthaltsqualität sowie der Erzeugung eines identitätsstiftenden Lebensgefühls. Zudem werden bessere Möglichkeiten für die Händler und Gastronomen geschaffen, sich im öffentlichen Raum zu präsentieren. Hier Lebende, Besucher, Kinder und Jugendliche, Besucher und Touristen sollen den städtischen Raum erleben, sich in ihm bewegen und sich wohlfühlen.

Der Durchführungszeitraum für die Vorbereitung und Durchführung der Pilotmaßnahme beginnt am 01.01.2019 und endet am 30.09.2019. Das Ergebnis wird unter anderem am Aktionstag 2020 präsentiert.